Die "Deutsche Katze"

Die Deutsche Katze zählt zu der Rasse "Europäisch Kurzhaar" (Filis catus).

Sie ist damit eine von vielen eigenständigen Rassen, die die Katzenzucht seit ihrem Beginn zum Anfang des 16.Jahrhunderts hervor brachte. Die älteste bekannte Katzenrasse ist die "Türkisch Angora".

Erst im Jahre 1982 wurde die Katzenrasse " Europäisch Kurzhaar " von den Verbänden FIFe, ACF und WCF anerkannt.
Die Definition Rasse ist sicher etwas schwierig, da es sich bei der " Europäischen Kurzhaar " ohne Abstammungsnachweis um nichts weniger, als unsere geliebte Hauskatze handelt.

Der Nachweis eines Stammbaums entscheidet also über die Benennung " Europäisch Kurzhaar " oder Hauskatze.

Katzenkinder

Der Unterschied zu anderen Rassekatzen besteht weiterhin darin, das die Selektion nicht gezielt durch den Menschen stattfindet, sondern durch die freie Verpaarung. Die dabei entstehenden Gen-Kombinationen weisen dennoch ein Erscheinungsbild auf, das dem Rassestandard voll entspricht.

Man sollte beachten, dass bei dieser Art der Züchtung, Fehlbildungen und krankhafte Veränderungen weitgehend ausbleiben.

Die Hauskatze geht, wie alle domestizierten Katzen, wahrscheinlich auf die afrikanische Falbkatze zurück, die somit den genetischen Grundstock aller Katzen legte.
Funde bei den alten Ägyptern weisen auf über 6000 Jahre zurück.

Die Zuchtbemühungen bei der " Deutschen Katze " oder " Europäischen Kurzhaar " richten sich somit sicherlich auch auf diesen Ur-Typ aus, da Körperbau und Kopf der Falbkatze und der Hauskatze viele ähnliche Merkmale aufweisen.
So sind bei den Beschreibungen der Körpermerkmale die Bewertungen" mittel und kräftig " auffallend oft gewünscht. Die Körpergrösse und das Gewicht bewegen sich ebenfalls im mittleren Bereich.
Die Augen sollen weit auseinander liegen, mittelgross und rund sein. Sie sollten mit der Fellfarbe harmonieren. Das kurzhaarige, dichte Fell kann farblich nahezu alle Möglichkeiten enthalten. Schwarz, weiss, rot, Farben mit Weissanteil, gestromt oder getigert. Lediglich unnatürlichen Fellfarben wie z.B Chocolate oder Point sind nicht geduldet. Durch diese Farben- und Kennzeichenvielfalt, ist ein aussergewöhnliches und einzigartiges Aussehen jeder Katze möglich.

Weiteres Ziel ist es, eine robuste, unkomplizierte und gesunde Katze zu züchten, die sich als liebenswertes Heimtier für Haus, Garten und Familie eignet.
Mit ihrer Intelligenz sollte sie die Eigenschaften des lebhaften Spielkameraden, des liebevollen Schmusetieres und einer wunderschönen Persönlichkeit vereinen.

Obwohl die Katze als Einzelgänger einen starken Eigensinn und Unabhängigkeitsdrang besitzt, hat sie sich doch gerne dem Mensch angeschlossen und mittlerweile eine erstaunliche Veränderung im angeborenen Verhalten durchlebt.
So sind Freundschaften zwischen Katzen und Hunden, sogar mit Beutetieren wie Vögel oder Hamstern, keine Seltenheit. Oft begrenzt sich dieser Frieden aber auf den häuslichen Bereich, bei Nachtzügen durch das Revier sind die Jagdtriebe dann wieder da.
Trotz aller Zuchtbemühungen hat die Katze, im Gegensatz zum Hund, ihre Eigenarten weitestgehend beibehalten. Auch äusserliche Veränderungen halten sich bis auf das Fell ( Lang-. Mittel- und Kurzhaar ) und die Kopfform in Grenzen.
Einen Dackel oder eine Dogge gibt es bei Katzen nicht. Auch Züchtungen für bestimmte Aufgaben lassen sich nicht erzielen.

Die Katze diente zu Beginn den sesshaft gewordenen Menschen als Hüter der Korn- und Getreidekammern. Doch schon bald faszinierte sie mit ihrer einzigartigen Austrahlung und Eleganz.
Die Nützlichkeit der Katze, verbunden mit ihrer Schönheit führte bald dazu, das sie als Göttin verehrt und angebetet wurde. Als Göttin Basetet oder Freya wurde sie zum Symbol für Fruchtbarkeit und Glück.
Kaum ein Tier findet in der Mythologie und den Sagenwelten so oft Erwähnung und Ehrung.
Dies waren sicherlich die Glanzzeiten der Katze.

Das Gegenteil vollzog sich im Mittelalter, als Katzenverfolgungen von unvorstellbarer Grausamkeit stattfanden.
Das Christentum sah zu dieser Zeit eine Verbindung zwischen dem Teufel, Hexen und der Katze.
Die Kirchen betrieben über 300 Jahre lang eine Hexen- und Ketzerverfolgung, der unzählige Katzen als Dämon
oder Geist zum Opfer fielen. Besonders schwarze Katzen hatten schwer unter diesem Aberglauben zu leiden und auch heute noch weht ein leichter Hauch dessen, wenn auch ohne Folgen für die Katze, durch die Köpfe der Menschen.
Heute ist die Katze ein geliebtes Familienmitglied und Gefährte, die uns mit ihrer Art und Schönheit und der Verspieltheit immer wieder erfreut, auch wenn sie sich manchmal an ihre Aufgabe als Hüter der Kornkammer erinnert.
Viele schöne, positive Begriffe wie Eleganz, Freiheit, Glückssymbol, Glanz und Schönheiten lassen sich mit der Katze verbinden.

Viele Haustiere werden heutzutage mit einem RFID-Transponder versehen um so eine Identifizierung mit dem elektronischen Lesegerät zu ermöglichen.

Kleiner Tipp für Katzenfreunde: Lassen Sie doch ein Katzen T Shirt bedrucken mit dem Foto ihres Kätzchens. Das ziehen Sie dann bei Ihren Treffen mit Gleichgesinnten an. Die werden Augen machen!